Auf der Suche nach Konzentration?

 

Mal Hand auf´s Herz.

Wie viel Zeit am Stück haben Sie heute schon konzentriert an einem Projekt gearbeitet, ohne sich zu unterbrechen oder unterbrochen zu werden? Und wie oft mussten Sie Ihren Fokus erneut aufbauen, um sich wieder voll und ganz einem wichtigen Thema zu widmen?

Bubbles icon Wenn Sie an der Stelle gern etwas optimieren wollen, sind die nächsten 10 min möglicherweise gut investierte Zeit. Los gehts!

Einschlägige Studien sprechen davon, dass wir alle 11 Minuten unterbrochen werden. Hört sich erstmal nicht so wild an. Oder doch? Die Auswirkungen von Unterbrechungen sind es in jedem Fall.

  • Die Michigan State University hat in einer Studie bewiesen, dass jede Unterbrechung die Fehlerquote um 50% erhöht. Dabei ist es vollkommen unerheblich, auf welche Art wir unsere Konzentration unterbrechen. Sei es durch einen Anruf, einen plötzlichen Besuch durch den Chef oder das simple Pling einer eingegangenen Mail.
  • Jede Art der Unterbrechung ist Gift für die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns und wirkt sich direkt auf unsere Produktivität aus. Denn leider gewöhnt sich unser Gehirn an die multiplen Reize und verlernt sich zu fokussieren. Mit dem Ergebnis, dass wir für unsere “To do´s” deutlich mehr Zeit brauchen und häufig von einer unerledigten Aufgabe zur nächsten unerledigten Aufgabe springen. Das dieses Verhalten auf  lange Sicht zu Stress führt, ist kein Geheimnis.
  • Das fehlende Fokussieren baut emotionalen und diffusen Zeitdruck auf. Innere Stress-Botschaftssätze, wie “Das kann ich alles gar nicht schaffen…!, erhöhen das Gefühl der Fremdsteuerung und der Machtlosigkeit. Somit verlernen wir aktiv und bewusst selbst zu steuern und fühlen uns oft nicht mehr Herr der Lage.

Users icon Lust auf ein kleines Sofortprogramm, falls auch Sie sich wieder mehr konzentrieren wollen?

  1. Installieren Sie eine persönliche Firewall. Schalten Sie dazu alle visuellen und auditiven Benachrichtigungen sämtlicher digitaler Geräte aus, die Sie dazu verleiten können, sich nur mal eben kurz…
  2. Erarbeiten Sie sich eine Ihrem Jobprofile angepasste Unterbrechungs-Guideline. Das heißt, definieren Sie sehr bewusst, durch welche Dinge und Personen Sie sich unterbrechen lassen müssen.
  3. Legen Sie täglich 2 Konzentrationsphasen von min. 30 min fest und halten Sie diese konsequent ein. In dieser Zeit lassen Sie ausschließlich in Notfällen Unterbrechungen zu. Stellen Sie das Telefon um, schließen Sie die Tür, legen Sie Ihr Smartphone weit weg, verstecken sie es, wenn nötig vor sich selbst! Instruieren Sie Ihre Assitenz. Besprechen Sie diese Regelung im Team, mit Ihrem Vorgesetzen.
  4. Beerdigen Sie ein für alle Mal Mulitasking. Ihr Gehirn kann sich auf nur eine, max. zwei komplexe Tätigkeiten gleichzeitig konzentrieren. Neurobiologisch ist Mulitasking ein Ammenmärchen.
  5. Sorgen Sie für Ordnung bevor Sie anfangen. Leeren Sie den Schreibtisch, schließen Sie alle unnötigen Computerprogramme, füllen Sie Ihr Wasserglas, legen Sie alle notwendigen Materialien bereit usw. bevor es losgeht. Damit Sie am Ball bleiben. Ihr Gehirn soll schließlich merken, dass es Ihnen ernst ist.

Und das Wichtigste zum Schluss:

Fragen Sie sich bei jeder Ihrer Tätigkeiten immer wieder: “Bringt mich das, was ich im Moment tue, meinem wichtigsten Ziel wirklich näher?”

Viel Erfolg bei der Suche! Und übrigens. Der Tipp gegen den Sie im Moment am meisten Einwände haben, könnte Sie sehr wahrscheinlich am weitesten nach vorne bringen. Wenn Sie denn wollen.

Herzlich,

Ihre Nadine Teichgräber

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