Wird auch Zeit …

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Change-Prozesse brauchen Zeit, oder? Wissen wir ja. Verkünden wir unseren Kunden täglich. Die sind natürlich ungeduldig, wollen ihre Ergebnisse schneller realisieren. Und irgendwie verstehen können wir sie ja …

Wir wollten auch einen schnellen Relaunch unserer website. Start Oktober, fertig Dezember. Wär doch gelacht, braucht ja nur Energie von uns & professionelle Unterstützung. Beides hatten wir. Und je länger wir diskutiert und geplant haben, desto klarer wurde: Hey, hier geht es um uns. Nicht mal eben um einen Relaunch. Sondern auch um die Frage, wofür wir in den nächsten Jahren stehen wollen. Was das Verbindende an unserer Arbeit ist. Was die große Überschrift über ‚Führungskräfte, Teams, Unternehmen entwickeln‘ sein soll.

Wir haben die headline gefunden. Nach ein bisschen mehr Zeit, Reflexion und Nachspüren als gedacht. Es ist Transformation geworden. Denn: Transformation ist unser Geschäft.

So ist unser Relaunch-Prozess für uns selbst eine Transformation geworden. Und eine heilsame Selbst-Erfahrung in Sachen Change. In unserer Zeit von ‚höher, schneller, weiter‘ braucht es den Raum für achtsames Handeln. Für Geduld. Für Entschleunigung. Für wirkliches Nachdenken. Danke Welt. Danke, dass du uns mal wieder auf den Boden der Realität zurückgeholt hast.

Und so sind wir ein bisschen stolz und aufgeregt und gespannt, wie Sie reagieren auf unser: ‚Here we go! We proudly present …‘Wir stoßen jedenfalls schon mal an. Auf die Zukunft. Die Zukunft von TEICHGRÄBER. Gerne auch mit Ihnen.

Nadine und Ralf Teichgräber

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Montags könnt´ich kotzen.

 

Der Mensch macht den Unterschied? In Zeiten immer ähnlicher werdender Produkte und Dienstleistungen scheint da was dran zu sein. Doch was bewegt Mitarbeiter?

Als das Gallup Institut im März diesen Jahres den Engagement-Index 2012 vorstellt, hat sich der Anteil der Mitarbeiter, die keine emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber haben weiter erhöht. Insgesamt haben 85% der Mitarbeiter eine geringe oder keine emotionale Bindung an ihre Arbeitsgeber. Die Konsequenzen der fehlenden Identifikation von Mitarbeitern mit ihren Unternehmen sind tiefgreifend.

Schleichender Motivationsverlust. Fehlende Begeisterung. Stillstand. Aus die Maus.

Das kennen Sie alles schon und fragen sich, wieso Sie jetzt trotzdem weiterlesen sollen? Bevor Sie neue Antworten bekommen, braucht es ein bißchen Theorie. Halten Sie durch und Sie werden überrascht sein.

Wo waren wir?

Von 100 MA sind nur 15 emotional an den Arbeitgeber gebunden. Nehmen wir einmal an, Sie haben heute noch ein Meeting mit 14 TN. Glückwunsch! Dann sind auf jeden Fall 2 an Bord, die engagiert und mit Herzblut dabei sind. Da Sie wahrscheinlich dazu gehören, bleiben noch 13, die eigentlich nur Geld hier verdienen und Dienst nach Vorschrift machen. Diese 13 sind ganz zufrieden hier, brennen allerdings nicht, oder nicht mehr. Und wieso ist das so?

Hier versucht die Motivationstheorie Antworten zu geben:

  • 1959 stellte Frederich Herzberg erstmals seine 2 Faktoren-Theorie der Motivation in seinem Buch „The Motivation for Work“ vor und beeinflusste wie kein anderer die Entwicklung der Motivationstheorie im Management.
  • 1991 sorgt Reinhard Sprenger für Schlagzeilen mit seinem Bestseller „Mythos Motivation“. Kaum ein Manager kommt an der bestechenden These vorbei, dass Menschen nicht zu motivieren sind.
  • 2013 gibt es auf Amazon 6.104 Buchtitel unter den Begriff „Motivation“.

Das Thema scheint also im Management noch immer der Renner zu sein.

Okay, was haben wir seid den 50ziger Jahren gelernt? Intrinistische Motivation ist nachhaltiger und wirkt tiefer. Motiviere Dich selbst und alles ist gut.

Und hier stellt sich, für eine Managertrainerin wie mich, nun die Frage: Was ist dann die Aufgabe guter Führung? Und wozu brauchen wir überhaupt Führungskräfte?

Der Neurowissenschaft zu folgen hilft!

Fakt ist:

  • Die Grundlage von Motivation ist die Lust auf Etwas und das Streben nach Etwas, genauso wie das Vermeiden von Unlust und Schmerz.
  • Diese Grundmotive sind genetisch und soziologisch erworben und bei jedem Menschen auf einzigartige Weise kombiniert.
  • Antreiber ist das Belohungssystem des limbisches Systems im Gehirns, das durch die Ausschüttung des Neurotransmitters Dopamin reguliert, was wir angenehm oder weniger angenehm empfinden.
  • Das emotionale Erfahrungsgedächtnis kategorisiert automatisch über die Nervenbahnen, ob ein Reiz als gut, vorteilhaft und lustvoll eingestuft oder als schmerzhaft erinnert wird. Das wiederum beeinflusst direkt die anschließende innere Haltung.
  • Die innere Haltung führt zur sichtbaren Handlung.

Steven Reiss hat durch seine Forschung die individuellen Motivkombinationen zu 16 Lebensmotiven verdichtet. Sehr eindrücklich und nachvollziehbar.

Genug der Theorie! Wenn Sie bis hier durchgehalten haben, gibt es jetzt Antworten für Sie.

Liebe Führungskräfte, um erfolgreich Menschen zu bewegen, können Ihnen folgende Dinge helfen:

  • Erkennen Sie im 1. Schritt, was Ihre eigenen Antreiber sind.
  • Lernen Sie Ihre Mitarbeiter wirklich kennen. Und ich meine hier explizit, lernen Sie den Menschen hinter der Funktion kennen. Denn nur so kann Ihnen gelingen, die Antreiber jedes Einzelnen zu entdecken.
  • Gestalten Sie Ihren Führungstil absolut individuell und motivorientiert, um möglichst häufig für Dopaminduschen zu sorgen.
  • Machen Sie sich klar, dass es darum geht Ihren Mitarbeitern Lust auf etwas zu machen. Positive Emotionen gefragt sind. So berühren Sie die innere Haltung.
  • Führen über Macht, Druck und Angst, führt nur zu Anspassungslernen. Sobald der äußere Druck weg ist, wird das gewünschte Verhalten verschwinden.
  • Entdecken Sie die begeisternde Seite von sich selbst und trainieren Sie diese täglich im Kontakt mit anderen.

Also lautet meine Frage heute an Sie: Führen Sie noch oder bewegen Sie schon?

Nadine Teichgräber

P.S. Für alle Fussballinteressierten: Auch Jürgen Klopp ist ein Verfechter des motivorientierten Führens.

 

 

 

Stufen

Guten Tag. Hier ist die Neue. Nadine Teichgräber. Ein bisschen was zum kennen lernen wäre gut, oder.

Los geht´s.

Alles neu machte der Mai. Nach 15 Jahren Karriere im Unternehmen, war ich reif für den Sprung in die Selbstständigkeit.

Die Reaktionen auf meinen Schritt ins Unternehmertum waren vielfältig.

  • Von Erstaunen: „Was Du? Das hätte ich nicht gedacht?“
  • Über Sehnsucht: „Das hätte ich früher auch gern gemacht.“
  • Über Zuversicht: „Klasse, das passt. Sie werden bestimmt Erfolg haben.“
  • Über Bedenken: „Mensch, selbst und ständig. Na, haben Sie das auch gut durchdacht!“
  • Über Trauer: „Schade, wir haben sehr gern mit Ihnen gearbeitet!“
  • Bis zu purem Entsetzten: „Bist Du wahnsinnig, einen sicheren gut bezahlten Job aufzugeben für…!“

Sie dürfen jetzt raten, welche Person wohl was gesagt hat. Sie haben die Wahl zwischen Chef, Kollegen, Freundin, Nachwuchsführungskräften, Inhaber, Mutter, Geschäftsführer.

Letztlich ist mir auch da wieder aufgefallen, wie viel der Mensch doch über sich selbst sagt, wenn er spricht. Darüber was er kennt. Jeder verbindet neue Ereignisse mit den Erfahrungen aus seiner Welt und versucht dort anzuknüpfen, wo er sich auskennt. Wunderbar erklärt das übrigens Vera F. Birkenbihl (bis Minute 10 können Sie es bestimmt schaffen, zu zuhören – es lohnt sich.) Sie hat über die Vokabel des „Gehirnbenutzers“ sicherlich dazu beigetragen, dass die Erkenntnisse der Hirnforschung Einfluss auf die Managementtrainings der heutigen Zeit genommen haben. Noch vor Prof. Dr. Hüther & Co..

Reif sein für den Sprung in die Selbständigkeit?!

Auf den Tag genau bin ich nun 35 Jahre lebenserfahren. Und feiere in diesem Jahr mein 15. Jahr im Berufsleben. Hab Karriere gemacht – vom Azubi zur Leiterin Personalentwicklung eines Unternehmens. War Teil eines Konzerns und Teil eines inhabergeführten Unternehmens. Hab in 7 Städten in Deutschland gelebt. Große Budgets und herausfordernde Projekte verantwortet. Geheiratet und 1 Tochter bekommen. Habe Vollzeit als Leitende Angestellte gearbeitet und gleichzeitig die Familie gewuppt. War als Frau oft neben Männern in Verantwortung. Bin Diplombetriebswirtin und Systemischer Coach geworden. Und habe mich x-Mal einer Sache und Idee ganz verschrieben.

Reif sein! Wenn nicht jetzt wann dann?

So fange ich wieder neu an. Und ein bisschen wie eine Anfängerin fühlt es sich schon an. Und hier halte ich es mit Herman Hesse.

Ich bin gespannt, wann wir uns persönlich kennenlernen. Nun bin ich an Bord. TEICHGRÄBER² nimmt seinen Lauf.

Passgenaue Motivation – das Reiss-Profil im Sport

Schon wieder  ein Beitrag über Fußball. Für alle, die nicht so gerne lesen, und meinen Beitrag über Jürgen Klopp nur überflogen haben. Für alle, die die Bewegbilder mehr lieben …

Der Spitzensport ist eben ein wesentlicher Bereich, in dem das Reiss-Profil eingesetzt wird. Auch der Trainer von Hannover 96, Jürgen Slomka, arbeitet damit. Als erfahrener Reiss-Profil-Berater im Spitzensport steht ihm Peter Boltersdorf zur Seite. Im nachfolgenden Beitrag aus der Sendung nano (3sat) vom 24.8.2012 werden Hintergründe, Vorgehensweisen und Erfolge mit dem Einsatz des Reiss-Profils deutlich.

Er ist übrigens auch für Nicht-Fußballer informativ …. 🙂

Wer sich das Video downloaden möchte: Pass-Genaue Motivation

Jetzt fragt sich nur  noch, wie man auch als Leader die richtigen Elfmeterschützen unter seinen Mitarbeitern herausfindet. V’ielleicht können wir dazu gemeinsam kreativ werden und etwas „reissen“ …

Veränderung kann Spaß machen?! – Change for fun

  • Szene 1: Ich sitze im Büro und denke über die Gestaltung eines größeren Transformationsprozesses nach.

Tja. Change-Prozesse gehen mit Widerstand einher. Klar, oder? Während wir früher versucht haben, die Widerstände zu ignorieren, wird heute psychologisches Rüstzeug trainiert, damit besser umzugehen. Oder, besser noch, Kommunikation und Change-Prozess soweit zu optimieren, dass wir es mit möglichst wenig Widerständen zu tun haben. Aber ohne Widerstand? Geht nicht.

  • Szene 2: 1 Tag später.

Im Meeting bei einem Kunden, den ich schon länger begleite. Auch hier eine Diskussion über Neues. Und: ‚Veränderung mal anders‘, möchte mein Kunde haben. ‚Positiver, mit mehr Spaß.‘

  • Szene 3: Wieder im Büro.

In Gedanken durchforste ich mein Repertoire, sichte die einschlägige Literatur in meinem Büro. Nichts. Vielleicht googeln? (Hilft oft.) Ich werde fündig: The Fun Theory. Behauptet doch glatt, dass so etwas einfaches wie ‚SPASS‘ der einfachsten Weg ist, das Verhalten von Menschen ‚zum Besseren‘ zu wenden.

Wobei natürlich kritisch anzumerken ist, dass die Menschen in Unternehmen nicht immer glauben, dass eine Veränderung ‚zum Besseren‘ führt. Aber sei’s drum. – Ich sehe mir das Video auf der website an. Und gleich nochmal. Und dann noch ein zweites. Und ein drittes. Ist schon unglaublich – Spaß führt wirklich zu Verhaltensänderungen. Jetzt ist unsere Kreativität gefragt. Wie erreichen Sie, dass die Einführung von SAP Spaß macht? Welchen Spaß-Faktor integrieren Sie in die Einführung eines neuen Beurteilungs-Systems?

Hier kommt jetzt mein persönlicher Favorit:

Und wer mehr sehen und nach anderen Favoriten Ausschau halten will: http://www.thefuntheory.com/

  • Szene 4: Pfeifend laufe ich die Treppen hoch … Ich habe angebissen …. Mal sehen, was draus wird.