Change mit der Kraft von Großgruppen: ‚Was bleibt, ist die Veränderung‘

Immer wieder fasziniert bin ich von einem besonderen Teil meiner Arbeit, die Methode der Großgruppen-Arbeit. (Ein guter Überblick dazu findet sich bei Königswieser, ‚Das Feuer großer Gruppen‘.) Letztes Wochenende haben wir mit den Führungskräften eines Unternehmens gearbeitet, mehr als 150 Leute. In EINEM Raum. Es entsteht eine einzigartige Energie. Menschen gehen in Kontakt, begeistern sich für Themen und Projekte.

Es öffnet sich ein Raum, in dem auch möglich ist, über ganz persönliche Unsicherheiten und Zweifel in einem laufenden Veränderungsprozeß zu sprechen. Fast unüberwindbar scheint am Anfang die Wand der Hindernisse.

Doch dann öffnet sich auch der Blick für die Kräfte, die Wegbereiter, die Ressourcen.

Und so haben wir am Ende des Tages einen Prozess, in dem es in diesem fast anonym erscheinenden Rahmen möglich ist, offen zu sein. In dem jede/r sich treu bleiben und doch als Teil des Ganzen fühlen kann. So dass die Gruppe einen gemeinsamen Weg beschließt, getragen von der Energie und dem Commitment aller.

Am Ende bin ich glücklich. Zufrieden mit der Arbeit und dem Ergebnis. Die Energie ist enorm, doch sie kostet auch. Ich spüre die zehrende Kraft noch 2 Tage später, schlafe lange und denke extrem langsam (nix mit ‚multi-tasking‘).

Ob ich den Workshop noch einmal so machen würde? Wohl kaum.
‚Was bleibt, ist die Veränderung‘. Und: ‚Was sich verändert, bleibt.‘

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