Er kanns – auch mit Distanz! Oder: Einfach loslassen ….

Management by distance. Nette Idee. Aber gar nicht so weit weg von der Realität. Wissen wir doch schon lange, dass nicht der Manager die besten Ergebnisse erzielt, der alles selbst macht, seinen Mitarbeitern dauernd im Nacken steht (auch wenn ‚eng am Team dran‘ ebenfalls Effekte bewirkt, wie wir wissen – siehe last-minute-team).

So findet die FAZ in einem Kommentar ‚Lernen vom Löwkäfig: Chefs hinter Glas‘:

„Der Vaterfigur entrissen, beaufsichtigt von nur notwürftig geschulten Hilfskräften, riss sich die Rasselbande richtig am Riemen. (…) So entpuppte sich die vermeintliche Strafe als betriebspsychologische Wohltat, die allen das gab, was sie offensichtlich am dringendsten brauchten: dem Boss etwas Abstand und den Mitarbeitern Freiraum.“

Da gibt nichts hinzuzufügen, finde ich. Na ja. Jedenfalls nur wenig, was zu dieser wohltuenden Distanz noch dazu gehört:

+ das Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeiter …
+ der Glaube daran, dass auch andere Menschen Sachen gut machen….
+ ein wenig Absage an den eigenen Perfektionismus …
+ und die Überverantwortlichkeit
+ loslassen, dass die Mitarbeiter es doch auf ihre Art tun (und nicht auf meine) …
+ und Einsperren meines kleinen Kontrollteufelchens …
+ …..

Lassen wir es lieber. Los. OK. Loslassen. Ohne Wenn und Aber. Und wer noch nicht loslassen kann, mag vielleicht eine kleine Zen-Geschichte zum Loslassen lesen … Und dann erst Loslassen.

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