Transformation bei TEICHGRÄBER

Redner1Seit mehr als 25 Jahren arbeite ich mit Leadership & Management, Führungskräften & Unternehmern, Konflikt- und Hochleitungsteams, High-Potentials, Trainern & Beratern. Immer in und FÜR UNTERNEHMEN.

So hat sich viel angesammelt an ‚Erfahrungs-Wissen‘ mit den Jahren. In mittlerweile mehr als 3000 Seminartagen. Zeit, dieses Wissen mit  meiner Profession zu teilen. Mit meinen Trainer- und Berater-Kollegen/innen. In einer eigenen Ausbildung, die ICH SELBST anbiete:

Eine Ausbildung zum Teamentwickler. Teamcoach. Berater für Teamentwicklung.

Werden sich Menschen dafür interessieren? Werde ich die Ausbildung durchführen können? Bisher habe ich nie einzelne Teilnehmer direkt für meine Arbeit gewinnen müssen. Habe vom Feedback für meine Arbeit profitiert, von Weiterempfehlungen meiner Auftraggeber gelebt.

Nun ist es entschieden. Im Flow bin ich lange Abende mit allem gegangen, was von Bedeutung sein könnte. Jetzt ist sie ‚fertig‘, die Ausbildung: Das Konzept entwickelt, die Termine festgelegt, das Hotel gebucht….

Ein weiterer Traum wartet auf Erfüllung. So viele habe ich mir schon erfüllen dürfen. Dankbar blicke ich darauf zurück. Die nächste Transformation bei TEICHGRÄBER. Was mit ihr wohl in mein Leben kommt?

Kieselsteine Teichgräber mit Text

Das nenn‘ ich Kundenorientierung

 

Samstag. Zumeist ein Ritualtag mit der Familie. Da Lene ein Frühaufstehkind ist, sind wir meist um 8 in den ersten Läden für den Wochenendeinkauf. Und um 9 im Rathaus-Center in Leverkusen. Bisschen bummeln, bisschen einkaufen, bisschen Kaffeetrinken. Mit dem Kaffeetrinken fangen wir immer an. Bei Starbucks, sei hier ausdrücklich erwähnt. Die haben außer Kaffee einfach so leckere Schokokekse (lieben Lene und Papa) und Zimtschnecken (liebt Mama).

Wir sitzen also in unserer Lieblingsecke und Lene macht sich nach den ersten Bissen Keks auf „Erkundung“. Schmeißt dabei aus Versehen Papas Kaffee um. Der ergießt sich über Lene, Mama und den Boden. Ruckzuck ist ein Starbucks-Mitarbeiter da („Kein Problem, kann ja mal passieren. Haben wir gleich.“) und wischt auf. Wir stehen noch etwas ‚bedröppelt‘ da, als der 2. Mitarbeiter mit einem frischen Kaffee kommt und ihn hinstellt. Ohne irgendein Aufhebens. Einfach so. Ganz natürlich. Als ob es das Selbstverständlichste der Welt wäre. Und ohne einen Kommentar nach dem Motto „Weil Sie es sind!“

Wir sind platt. Das nenn‘ ich Kundenorientierung.

Ich denke an viele Veranstaltungen mit Unternehmen zu diesem Thema. Wie wir über den Sinn und Umsinn des freundlichen Umgangs mit Kunden, des angemessenen Umgangs mit Reklamationen diskutiert haben. Und hier erlebe ich Kundenorientierung einmal hautnah. Ohne viele Worte. Und wo wir Kunden es waren, die den Mitarbeitern Unannehmlichkeiten bereitet haben.

Zuhause lese ich mir das Mission-Statement von Starbucks durch. Da heißt es u.a.: „Unsere Gäste
Auch wenn wir viel zu tun haben, gehen wir auf unsere Gäste ein, lachen mit ihnen und verschönern ihren Tag, selbst wenn es sich nur um wenige Augenblicke handelt. Natürlich geht es zunächst um das Versprechen, ein Getränk perfekt zuzubereiten. Doch unsere Arbeit reicht weit darüber hinaus. Es geht im Wesentlichen um zwischenmenschliche Beziehungen.“

Wohl gesagt! Und getan!

Ist outdoor out?

Sprung von der Leiter - gehalten vom Team

Ich bin mit dem Thema ‚Outdoor-Training‘ für Teams schon seit mehr als 15 Jahren unterwegs. Damals war es noch exotisch, mit Bäumen und Seilen eine Brücke über eine Schlucht zu bauen. Und zu reflektieren, wie sich die beim Bau erlebten Prozesse im täglichen Arbeitsleben abbilden. Mit der Zeit bin ich mehr und mehr vom Outdoor ‚extreme‘ zum Outdoor ‚light‘ gekommen. Schon allein deshalb, weil mittlerweile an jeder Ecke ein Hochseilgarten steht, und das ‚Spinnennetz‘ schon lange nicht mehr für ein Werk einer Spezies aus dem Tierreich gehalten wird. Und auch, weil ich damit Simulationen aus dem Arbeitsleben in erlebnisorientierte Settings umleiten konnte, die nicht immer einen zusätzlichen Outdoor-Experten erfordern.

Umso mehr genieße ich es heute, gelegentlich in Veranstaltungen auf meine Outdoor-Kollegen von Mindset zurückzugreifen, wenn der Einbau von Outdoor-Elementen Sinn macht. Letzte Woche waren wir gemeinsam für ein DAX-30-Unternehmen unterwegs – Teambuilding mit den Mitarbeitern des Einkaufs (ca. 60 Personen), quer über alle Hierarchie-Ebenen.

Sinn hat es deshalb gemacht, weil …

  • … Outdoor-Aufgaben den meisten Menschen SPASS machen – und nach dem harten Workshop mit Großgruppen-Charakter auch die Freude am gemeinsamen Erleben nicht zu kurz kommen sollte,
  • … durch  Veränderung der Teilnehmer-Zusammensetzung an jeder Station ein echtes KENNENLERNEN möglich war,
  • … durch den breiten Mix aus 5 verschiedenen Teambuilding-Aufgaben Situationen zur REFLEXION geschaffen wurden, die nachher im Seminarraum zum Transfer in den Alltag genutzt wurden.

Mein Fazit: Es ist wie immer eine Frage des Ziels … – oder: Auch ‚ältere‘ Methoden können sinnvoll sein …. – oder: Warum eigentlich nicht ….??!!

Hier lässt sich arbeiten ...

Last-minute-team

Die Fussballmannschaft der Türkei bekommt von mir den Titel ‚last-minute-team‘. Und damit ist nicht gemeint, dass die Mannschaft besonders günstig zu haben ist. Nein, mich hat beeindruckt, wie die Jungs wieder mal ein Spiel gewendet haben im Viertelfinale der EM. In der letzten Minute, nachdem sie in der vorletzten selbst ein Tor kassiert hatten.

Eine unglaubliche ‚wir-geben-nicht-auf‘-Mentalität. Schon fast im Angesicht des Untergangs. Welcher Glaube an das Machbare, das Unmögliche. Das wünschte ich mir auch für so manche andere Teams. Was macht diesen Kampfgeist aus? Wenn man den Worten des Trainers Faith Terim Glauben schenkt, war er einer der maßgeblichen Einflussfaktoren (FAZ):

„Er hatte nach der kroatischen Führung seine am Boden liegenden Spieler aufscheuchen müssen. ‚Ich habe zu Arda gesagt, er soll den Ball aus dem Netz holen und weitermachen‘. Arda schnappte sich den Ball wie befohlen, er und seine Kollegen machten weiter – bis der Ball auch auf der anderen Seite im Tor lag.“

So einfach? Teams brauchen Antreiber? Vielleicht. Ein Team braucht Rückhalt und jemanden, der an es glaubt. Der auch in schier aussichtslosen Situationen Mut macht. Macht Sinn, oder? Glaubt man Forschungsergebnissen zu Hochleistungs-Teams, so steht der Einflussfaktor Führung nicht an erster Stelle.

In meinen Seminaren höre ich jedoch immer wieder, dass Mitarbeiter sich Leader wünschen, die mit gutem Beispiel vorangehen. Die das Team inspirieren und an seine Kraft glauben. Die dem Team das Gefühl geben, alles schaffen zu können. Die begeistern können. Die auch in engen Zeiten genauso eng am Team dran sind.

Und wie eng sind sind Sie an Ihrem Team dran?

Himbeergeist statt Teamgeist

Neulich hab ich ihn mal wieder gesehen, den Teamgeist. In einem Workshop, in dem zwei Gruppen zu einem gemeinsamen Ganzen werden sollten.

Glaubt man den diesjährigen Preisträgern des Wettbewerbs Great Place to Work – Deutschlands beste Arbeitgeber 2008, so ist der Teamgeist das entscheidende Moment, um Projekte erfolgreich zu machen: „Wenn der Spaß entsteht, wenn der Funke überspringt“ (Peter Winkler, Geschäftsführer Carpus + Partner ).

Beeindruckt hat mich besonders der Satz, dass wirtschaftlicher Erfolg entsteht, „wenn sich das Unternehmen mit den Mitarbeitern verbündet“ (Peter Winkler). Wäre doch mal eine andere Form von Teamgeist, oder? Nicht ‚die da oben‘ und ‚wir da unten‘. Teamgeist. Geteilte Verantwortung. Geteilter Erfolg. Weg von Toll Ein Anderer Machts.

Und dann kehre ich im Workshop am Abend an die Bar zurück. Erzähle davon. Schwärme vor mich hin. Bis mich einer der Teilnehmer aus meinen Träumen holt. Von seiner erlebten Alltags-Realität erzählt. Die sich sehr von meiner Vision unterscheidet. Und auch mit der wundervollen Outdoor-Aufgabe heute, die die Teams wirklich zusammen gebracht hat, konnte er nichts anfangen. Zum Trost bietet er mir einen Klaren an: ‚Himbeergeist statt Teamgeist.‘

(via: Sonnos)