Leadership by Wertschätzung

Wieder einmal bin ich über den aktuellen Business-Backstage-Report von Förster & Kreutz gestolpert. Der sich  gleich zu Anfang mit einem Thema beschäftigt, das ich für völlig unterschätzt in der Erfolgsgeschichte von Leadership halte: Wertschätzung. Mit folgendem Beispiel:

Da gibt es einen Mann, den Vice Chairman von NetApp, einem Anbieter von Storage- und Datenmanagement, einem Unternehmen mit 8000 Mitarbeitern aus den USA. Der sich täglich (!) damit beschäftigt, ca. 15-20 Dankesanrufe (!!) bei Mitarbeitern zu machen, die eine besondere Leistung gezeigt haben (!!!).

Nun wissen wir ja seit den Forschungs-Ergebnisse von Stephen Reiss und seinen 16 Lebensmotiven, dass nicht jeder mit Wertschätzung zu kriegen ist. Dass es auch Menschen gibt, die selbstbewusst-unabhängig handeln – gleich welche Reaktion sie damit hervorrufen.

Doch stellen Sie sich einmal vor: Die Anderen. Die das Gefühl haben, Sie arbeiten die meiste Zeit so vor sich hin, ohne dass es jemand merkt.  Die die Aufmerksamkeit ihres Vorgesetzten in der Regel gnadenlos vermissen. Die ein ‚Danke‘ nicht für eine normale Höflichkeitsfloskel halten.  Die mit Feedback etwas anfangen können. Die sich wünschen würden, es gäbe wenigstens einmal am Tag einen persönlichen Kontakt. Die Aufmerksamkeit, Zuhören, Einbezogen-Werden schätzen.

Diese alle, die könnten Sie erreichen. Mit einem ungewöhnlichen Anruf. Oder einer ungewöhnlichen Mail. Mit einem ‚Danke‘ für außergewöhnliche Leistungen. Selbst wenn Sie der Chef des Ganzen sind. Oder vielleicht gerade dann. Auf geht’s! Let’s change.