Über Liebe und Leadership

Am Wochenende habe ich die letzte Brand Eins durchgeblättert. Erstmal so im Querlesen (was springt mir ins Auge). Danach dann ausführlich. Und wissen Sie, was mir als erstes ins Auge gesprungen ist? Die Zusammenstellung „Wen die Liebe überkommt“.

Meine Vorliebe für LIEBEvolle Ironie dürfte der/m geneigten Leser/in dieses Blogs ja bekannt sein. Also auch klar, dass mir diese Zusammenstellung gefällt. Stellt sich natürlich die Frage, was uns der Autor damit sagen will. Und was ich darüber denke. Ich konzentrier mich mal auf Letzteres.

Die Instrumentalisierung von LIEBE in Werbeslogans gefällt mir nicht. Unbestritten ist jedoch, dass damit ein oder vielleicht DAS Grundbedürfnis von Menschen getroffen ist. Leadership setzt ja auf Emotionen. Und auf Beziehungsfähigkeit. Wobei Beziehungsfähigkeit einerseits mit Kommunikation und Kontakt einhergeht, andererseits mit Wertschätzung.

Und da sind wir auch schon mittendrin. Wie wir aus Urzeiten der Motivationsforschung wissen (2-Faktoren-Theorie von Herzberg), ist Anerkennung ein Motivationsfaktor. Wobei Anerkennung den Geruch hat von ‚täglich einmal loben‘, und die Gefahr der Instrumentalisierung in sich birgt. Wertschätzung geht weiter. Wertschätzung ist eine Grundhaltung in der Begegnung mit anderen Menschen. Gelebte Wertschätzung gegenüber meinen Mitarbeitern verändert sehr grundsätzlich die Team- und Leadership-Atmosphäre. Und kann ansteckend wirken (s. auch das Buch von Barbara Mettler-von Meibom ‚Wertschätzung‘).

Und ganz persönlich glaube ich, dass Wertschätzung und damit eine Form von ‚Liebe‘ unsere Welt und auch das Business friedlicher und freundlicher macht, erfüllender, und alle Beteiligten wert-voller: Die die Wertschätzung schenken – und die die Wertschätzung bekommen. Und irgendwie bin ich ganz sicher, dass diese Geschenke auch zurückkommen.

Wann fangen Sie mit (mehr) Wertschätzung an?