Das Pinguin-Prinzip – oder: Werde was Du bist!

Meine Kollegin Kereen Karst hat mich auf einen Beitrag des Kabarettisten Eckart von Hirschhausen aufmerksam gemacht. Der in einem eher nachdenklich-humoristisch gestimmten Beitrag auf die Unterschiede zwischen Menschen fokussiert. Und empfiehlt, zu sich und seinen Stärken zu stehen. Der den Rahmen / die Umgebung betont, in dem wir agieren. Nach dem Motto: Verzweifel nicht, wenn du in einem bestimmten Umfeld nicht das sein kannst, was Du eigentlich bist: Ein liebenswerter, erfolgreicher, individueller Mensch, der auf seine Ressourcen zurückgreifen kann.

Mich hat das nachhaltig daran erinnert, welches Ziel mein Wirken im beruflichen Kontext hat: Den Mensch in seinem ‚So-Sein‘ zu sehen und zu stärken. Gemeinsam zu reflektieren, wie Talente & Stärken, Erfolg und Erfüllung, IST und Wunsch zusammenkommen können. Ob es gilt, eher sich selbst oder die Situation anders zu betrachten und zu verändern. Und zu schauen, inwieweit die Basis für unsere Stärken und Energien, die eigene Bedürfnisstruktur (16 Lebensmotive) hier und heute Platz gefunden hat.

Und davor gewarnt, voreilig Menschen zu beurteilen, ohne den Kontext zu berücksichtigen. Handelt es sich dabei ja ohnehin um einen Wahrnehmungs- und Beurteilungsfehler, der uns Menschen in die Wiege gelegt ist: Das Verhalten und Wirken von Anderen persönlichkeits-basiert zu sehen, das Verhalten und Wirken der eigenen Person jedoch auf situative Aspekte zurückzuführen.

Bleibt also die Frage: Leben Sie im richtigen Kontext? Können Sie Ihre Motive und Bedürfnisse verwirklichen? Wann werden Sie zu dem, der Sie sind – zu der, die Sie sind? Braucht es etwas Change?

Einfach TUN – oder: EINFACH tun

Wieder einmal fast an Arbeitsüberlastung gescheitert. Ich hatte meine Joggingschuhe schon weggestellt, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte. Und dann gerade noch die Kurve gekriegt. Einfach losgelaufen ohne nachzudenken. Einfach tun.

Hätte aber auch anders ausgehen können. Dann wäre ich meinen vielen „du sollst“, „du darfst nicht“ und „du musst“ gefolgt. Eine unglaubliche Liste dazu hat Christof Hintze in seinem weblog geschrieben („hör doch einfach auf“). Sehr schön widersprüchlich. Und doch erschreckend real.

Manchmal denke ich daran, wieviele ich davon schon hinter mir lassen konnte. Manchmal, wie viele mich täglich herausfordern. Und bei allen Rezepten zum Umgang mit meinen Mustern, hilft doch letztlich nur eines. Einfach tun.

Im Coaching geht es auch darum: Die Bremse zu erkennen, zu verstehen und zu lösen. Die Selbst-Bewusstheit zu erhöhen. Wobei manchmal zuviel verstehen wollen auch nicht weiter bringt. Selbst-Entwicklung hat etwas mit Selbst-Überwinden zu tun. ‚Schmerz? Ja, sofort‘ hat es Jens Corssen in seinem Buch ‚Der Selbstentwickler‘ genannt.

Womit wir wieder beim Anfang wären. Einfach tun.